Mehr Co2 statt H2O – das Klima auf der Grünen Woche
Jan 17th, 2010 | By greenbrands | Category: Klima/Co2Nicht nur beim Fliegen oder Autofahren entsteht klimaschädliches CO2, auch unser Essen trägt zur globalen Erwärmung bei. 133 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente gelangen durch die Landwirtschaft in Deutschland jährlich in die Atmosphäre – Knapp 15 % – fast so viel wie durch den Straßenverkehr.
Treibhausgase entstehen in der Landwirtschaft an unterschiedlichen Stellen:
- bei der Verbrennung von Treibstoffen für landwirtschaftliche Fahrzeuge,
- bei der Herstellung von Dünge- und Pflanzenschutzmitteln,
- bei Verdauungsprozessen der Tiere, vor allem von Wiederkäuern wie Rindern und Schafen (Methan und Lachgas),
- beim Anbau und Transport von Futtermitteln sowie
- durch Abbauprozesse im Boden – insbesondere nach der Entwässerung von Mooren und Feuchtwiesen.
Die Landwirtschaft ist für 13 Prozent der klimaschädlichen Gase verantwortlich, die in Deutschland insgesamt entstehen.
Die klassischen Rezepte „Weniger Fleischkonsum“ nur noch lokale regionale Lebensmittel zu konsumieren greifen natürlich nicht. Anlässlich der „Grünen Woche „ in Berlin hat sich nun unsere Bundeslandwirtschaftsministerin Frau Aigner ins Zeug gelegt, erst mal die aktuelle Situation weitestgehend zu beschwichtigen, gleichzeitig hat sie aber auch einen grossen Aktivismus hinsichtlich geplanter Maßnahmen verbreitet. Sie sagte, die Agrarminister hätten mit ihren Vereinbarungen “ein starkes Zeichen” gegeben. Sie machten dort weiter, wo die UN-Klimakonferenz im Dezember in Kopenhagen gestoppt habe: “Beim Einstieg in konkrete Arbeitsaufträge für einen wichtigen Sektor.” Der Prozess solle auf den kommenden internationalen Konferenzen der OECD und der Vereinten Nationen weitergeführt werden.
Die Länder hätten sich zu einem “Klimacheck” verpflichtet und wollten alle relevanten Prozesse auf den Prüfstand stellen, sagte die CSU-Ministerin. In ihrem Schlussdokument vereinbarten die Minister unter anderem, Produktionsprozesse so weiterzuentwickeln, dass weniger Treibhausgase freigesetzt werden und weniger Wasser verbraucht wird. Die Agrarforschung soll stärker gefördert und international vernetzt werden. Die Welternährungsorganisation soll gebeten werden, sich mit der Frage zu befassen, “wie Landwirtschaft zur Ernährungssicherheit und gleichzeitig zur Bekämpfung des Klimawandels” beitragen könne.
Soweit reines Politiker-Deutsch. Konkrete Ergebnisse sind nicht zu erwarten. Wir meinen schwache Formulierungen und wenig Substantielles.
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