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Kopenhagen, 25-40% CO2-Reduktion bis 2020 möglich

Dez 12th, 2009 | By greenbrands | Category: Kopenhagen, News, Umwelt

Freitag: 11.12.2008, 22 Uhr: Die Ergebnisse auf dem Klimagipfel in Kopenhagen verdichten sich:

Auf dem Kopenhagener Klimagipfel haben die UN am Freitag erstmals konkrete Ziele vorgegeben: Demnach sollen die Industrieländer ihre Emissionen im Vergleich zu 1990 bis 2020 um 25 bis 40 Prozent vermindern. Für Entwicklungsländer ist eine Verminderung der Emissionen um 15 bis 30 Prozent bis 2020 vorgesehen, allerdings im Vergleich zu dem Ausstoß, der ohne Klimaschutz erreicht worden wäre. Das steht in einem ersten offiziellen Entwurf für das Schlussabkommen, der der Deutschen Presse-Agentur dpa vorliegt.

klimagipfelDer Text nennt auch langfristige Ziele: Alle Länder zusammen sollen für die Jahre 1990 bis 2050 eine Reduktion der Treibhausgase um 50 bis 95 Prozent erreichen. In diesem Zeitraum sollen Industrieländer ihre Treibhausgase um 75 bis 95 reduzieren. Als Ziel aller Maßnahmen gegen die drohende Klimakatastrophe wird in dem von einer UN-Arbeitsgruppe vorgelegten Dokument soohl eine Begrenzung des globalen Temperaturanstiegs um höchstens 1,5 Grad wie auch um zwei Grad genannt.

Bisher hatten unter anderem die EU und die USA, aber auch die maßgeblichen Schwellenländer wie China und Indien eine Erwärmung um zwei Grad der globalen Durchschnittstemperatur als gerade noch akzeptabel eingestuft. Auf der Konferenz protestierten mehrere kleine Inselstaaten gegen diese Obergrenze. Eine solche Erwärmung würde durch den damit einhergehenden Anstieg des Meeresspiegels ihren Untergang bedeuten. Der Sudan als Sprecher der Entwicklungsländer habe den Text stark kritisiert, hieß es aus Delegationskreisen.

Klimaschützer begrüßten den Entwurf zwar, äußerten sich allerdings zurückhaltend. «Es ist erstmal wichtig, dass wir so einen Text haben und die Grundlage geschaffen worden ist für weitere Verhandlungen», sagte der politische Leiter von Germanwatch, Christoph Bals. Allerdings stünden noch sehr viele Zahlen in Klammern. Auch fehle eine Jahreszahl, zu der der weltweite Treibhausgasausstoß sein Maximum erreicht haben sollte.

Auch der Klimachef des WWF International, Kim Carstensen, empfand den Entwurf als wichtig. «Er bietet eine Grundlage, um die richtigen Entscheidungen zu treffen.» Obwohl er noch viele Lücken enthalte, zeige er, dass eine Einigung möglich sei. Allerdings sei weiterhin nicht klar, wie viel Geld für ärmere Länder zur Verfügung stehen werde.

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