Metro wird “grüner” und verankert Nachhaltigkeit im Unternehmen
Sep 23rd, 2009 | By greenbrands | Category: Handel/Retail, NewsWir freuen uns über das heutige Announcement der Metro Holding, künftig das Thema Nachhaltigkeit im gesamten Unternehmen und in allen Vertriebsschienen zu verankern. Herr Dr. Cordes ist ein kluger Kopf und er hat sicher lange die Aktivitäten von Walmart, Marks Spencer, Tesco und weiteren Handelskonzernen mit Sorgfalt beachtet. Dabei ist ihm sicher nicht entgangen, welche Leistungen die genannten Player erreicht haben und wie positiv diese Leistungen auf die jeweiligen Marken eingezahlt haben. Zudem gibt es genügend Studien (bspw. die Green Winners Studie) welche testieren, dass Nachhaltigkeit und ein “grünes Engagement” auch für den Aktienkurs hilfreich ist. green_winners_studie – download des Kurz Expose. Die komplette Studie können Sie bei ATKearney direkt bestellen.
Die ungekürzte Meldung der Metro Group:
METRO Group verankert Nachhaltigkeit im gesamten Unternehmen
- Nachhaltigkeit ergänzt strategische Ausrichtung
- Treibhausgasemissionen: Einsparziel von 15% bis 2015
- Real und Galeria Kaufhof gewinnen Bronze beim CSR-Test
Die METRO Group hat ein Sustainability Board (Nachhaltigkeitsrat) gegründet, das konzernweit verbindliche Standards für ein nachhaltiges Wirtschaften erarbeiten und verankern soll. Unter dem Vorsitz von Dr. Eckhard Cordes, CEO der METRO Group, hat sich der Rat heute erstmals zusammengefunden. Ziel des Gremiums ist zum einen, die zahlreichen bereits bestehenden Nachhaltigkeits-Aktivitäten im Konzern zu bündeln und zu steuern. Darüber hinaus sieht die METRO Group mit einer führenden Position in diesem Bereich auch Wettbewerbsvorteile verbunden. Zum anderen soll das Gremium das Thema Nachhaltigkeit im gesamten Unternehmen verankern.
“Nachhaltigkeit ist ein neuer strategischer Pfeiler der METRO Group”, sagt Cordes. “Unser Ziel ist ein klares Profil, eine klare Struktur und eine klare Verantwortung. Denn wir wissen, dass Wertschöpfung Werte voraussetzt.” Dies soll auch in internationalen Rankings und Kapitalmarktindices sichtbar werden. Die METRO Group bekennt sich zu ihrer gesellschaftlichen Verantwortung. Das Unternehmen hat sich festgelegt, seine Treibhausgasemissionen bis zum Jahre 2015 um 15 Prozent je Quadratmeter Verkaufsfläche zu senken. Zudem will die METRO Group ihr großes Engagement im Bereich Qualifizierung und Integration von Mitarbeitern aufrecht erhalten. Weiter ausbauen will das Unternehmen seine Aktivitäten bei nachhaltigem Fischfang und Aquakulturen sowie bei der Qualifizierung von Lieferanten in Schwellen- und Entwicklungsländern.
Mit dem Nachhaltigkeitsrat stellt sich die METRO Group der Herausforderung, Nachhaltigkeit im Geschäftsalltag der Vertriebslinien umzusetzen. “Wir bringen Theorie und Praxis zusammen – die Experten aus den Stabsstellen der Konzernholding mit den Experten zum Beispiel des Einkaufs oder der Finanzen aus den Vertriebslinien”, sagt Cordes. So ist neben den Leitern der zentralen Bereiche der Konzernholding auch jede Vertriebslinie der METRO Group mit einem Mitglied der Geschäftsführung im Nachhaltigkeitsrat vertreten. Damit stellt die METRO Group sicher, dass Entscheidungen und Maßnahmen praktikabel und am Unternehmensalltag ausgerichtet sind. “Einmal getroffene Entscheidungen werden stringent im ganzen Konzern durch- und umgesetzt”, stellt Cordes klar.
Vier Arbeitsgruppen entwickeln Konzepte und bereiten die Entscheidungen des Nachhaltigkeitsrats vor. Die Arbeitsgruppen fokussieren sich auf folgende Themenbereiche: “Qualität, Gesundheit und Umwelt”, “Energie- und Ressourcenmanagement”, “Mitarbeiter und Soziales” sowie “Gesellschaftspolitik und Stakeholderdialog”. Dr. Michael Inacker, Leiter Konzernkommunikation und Außenbeziehungen, übernimmt als stellvertretender Leiter des Nachhaltigkeitsrats die geschäftsführende Koordinierung des Boards. “Für unseren Konzern mit seinen unterschiedlichen Vertriebslinien ist dies eine neue und effektive Form, Nachhaltigkeit und gesellschaftliche Verantwortung auf allen Ebenen zu verankern”, sagt Inacker.
Die METRO Group hat früh damit begonnen, Mitarbeiterorientierung, Umweltschutz und gesellschaftliches Engagement mit dem Kerngeschäft zu verknüpfen. Nachhaltigkeit bedeutet für das Unternehmen wirtschaftlich verantwortungsvolle Zukunftssicherung. Nachhaltigkeit steht nicht im Widerspruch, sondern ist eine wesentliche Voraussetzung des Unternehmenserfolges.
Beispiel Umwelt: Ein bedeutendes Feld ist der sparsame und effiziente Energieeinsatz, bei dem das Unternehmen bereits zu den Vorreitern im internationalen Wettbewerb zählt. Die METRO Group hat sich verpflichtet, ihre Treibhausgasemissionen bis zum Jahre 2015 um 15 Prozent je Quadratmeter Verkaufsfläche zu senken. Eine wesentliche Aufgabe des Nachhaltigkeitsrats ist, dieses Ziel entlang der Wertschöpfungskette zu realisieren, insbesondere bei Neu- und Umbauten der Verkaufsstandorte.
Beispiel Produktqualität: Ein wichtiges Zukunftsthema für den Nachhaltigkeitsrat im Bereich von Qualitätssicherung, Gesundheit und Umwelt ist die Rückverfolgbarkeit einzelner Produkte zum Erzeuger – im Falle von Gemüse beispielsweise bis aufs jeweilige Feld.
Beispiel Ausbildung: Die METRO Group strebt an, auch in Zukunft zu den größten Ausbildern in Deutschland zu zählen. Mit etwa 8.600 Auszubildenden in mehr als 20 Berufen und einer Ausbildungsquote von 8,6 Prozent bietet das Unternehmen, das 125 Schulpartnerschaften pflegt, herausragende Möglichkeiten für einen erfolgreichen Start ins Berufsleben.
Beispiel Gesundheitsmanagement: Um die Gesundheit ihrer Mitarbeiter zu fördern, hat die METRO Group ein ganzheitliches Gesundheitsmanagement initiiert. Das Unternehmen will sein beispielhaftes und mit mehreren Preisen ausgezeichnetes Engagement künftig weiter ausbauen. Schon heute bietet die METRO Group ihren Beschäftigten eine externe Mitarbeiterberatung sowie ein umfangreiches Kursangebot im firmeneigenen Gesundheitszentrum an.
Die jetzt vom Nachhaltigkeitsrat zu steuernden Aufgaben setzen auf einem breiten Erfahrungsschatz der METRO Group auf. Der Konzern engagiert sich schon seit Jahren auf vielen Feldern im Bereich der Nachhaltigkeit. Und das mit Erfolg: So haben die Vertriebslinien Real und Galeria Kaufhof beim Corporate Social Responsibility-Test der Verbraucherinitiative heute eine Auszeichnung in Bronze erhalten.
Beispiel Lieferantenqualifizierung: Ein Schwerpunktthema ist die Lieferantenqualifizierung, mit der die METRO Group die Lieferanten vor Ort unterstützt, nach international anerkannten Standards zu produzieren. In Indien etwa schult die METRO Group gemeinsam mit externen Experten seit 2003 Fischercrews in modernen Fang- und Verarbeitungsmethoden – ein Beitrag gegen die Überfischung der Ozeane und für das Bewusstsein der einheimischen Lieferanten für Qualität und Umweltschutz.
Beispiel Immobilien: Im Energiebereich setzt die METRO Group mit dem Einsatz erneuerbarer Energie beim Bau von Einkaufszentren Maßstäbe, zum Beispiel im mehrfach preisgekrönten Meydan Shopping Square in Istanbul, das mit seiner breiten Anwendung von Geothermie und Gründächern überzeugt.
Beispiel Integration: Die METRO Group betreibt ein aktives, auf Integration und Partizipation basierendes Diversity Management. Ziel ist es, die vielfältigen Kompetenzen der Mitarbeiter zu nutzen – einen “Vorsprung durch Vielfalt” zu erzielen. Mit Mitarbeitern aus über 150 Nationen, über 5.500 Schwerbehinderten, sowie knapp 30 Prozent über 50jährigen Mitarbeitern ist die METRO Group einer der vielfältigsten Arbeitgeber. Diese Vielfalt wird im Kundendialog etwa durch ethnische Kundenberater und ein interkulturelles Mitarbeiterintegrationsprogramm gelebt.
Beispiel Corporate Citizenship: Das Unternehmen ist mit zahlreichen weiteren Programmen aktiv und unterstützt beispielsweise die Schulausbildung türkischer Mädchen in Anatolien. Im Bereich der Gesellschaftspolitik ist die METRO Group seit Jahren einer der größten Unterstützer der Tafelbewegung – mit Lebensmitteln, Geldern und professioneller Beratung. (Quelle: Metro Group, Veröffentlichung auf der Webseite www.metrogroup.de am 23.9.2009)
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